- Überprüfe deinen Weg
- Papst Shenouda III.
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- Es gibt Menschen, die auf einem Weg
losstürzen und ihn nicht ändern, was immer sich draussen an Veränderungen ereignet.
- Ein solcher Mensch beharrt auf ihm in
Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, obwohl es sich für ihn erwiesen hat, dass es ein
falscher Weg ist und er nicht zum Ziel führt.
- Er denkt, dass im Beharren - auch auf
einem Fehler - die Würde liegt, so wie Herodes es tat, als er Johannes den Täufer
tötete.
- Er denkt, dass es eine Art Rückzug ist,
den Weg zu ändern, die mit Stärke nicht einhergeht und nicht mit Festigkeit.
- Es ist eine Art Eigensinn, in den einige
verfallen; sie ändern ihren Weg nicht, obwohl ihnen klar ist, dass dies ihnen und jenen,
die sich ihnen anschliessen, schadet.
- So können einige durch Jahre auf ihrem
Weg fortfahren.
- Es kann ein Streit oder ein
Gerichtsverfahren sein und sie dauern Jahre an.
- Es kann ein aussichtsloses
Gerichtsverfahren sein und sie nehmen davon nicht Abstand.
- Es kann auch Beziehungen betreffen;
einige setzen sie fort, obwohl sich zeigte, dass diese Beziehungen nicht gut enden werden.
- Du aber überprüfe deinen Weg von Zeit
zu Zeit!
- Es besteht kein Einwand dagegen, die
Situation, ihre Bedingungen, ihre Begleitumstände sowie die Ergebnisse, die man erwartet,
wiederholt zu bewerten; dann sieht man, welches Vorgehen dem Augenblick und nicht der
Vergangenheit, in der man lebte, entspricht.
- In der Überprüfung des Weges liegt
Weisheit.
- Es ist nicht wichtig, auf einem
bestimmten Weg zu beharren, sondern es ist wichtig, dass dieser Weg zum erwünschten Guten
gelangen lässt.
- Der Weg ist nur das Mittel, der Zweck
jedoch ist das Ziel.
- Kümmere dich daher um Ziel und Zweck
und wähle zu jeder Zeit den deinem Zweck entsprechenden Weg.
- Viele verloren ihr Leben ob der
Hartnäckigkeit und des Starrsinns.
- Einige vernichteten viele mit sich auf
dieselbe Weise.
- Höchstwahrscheinlich lebten die einen
wie die anderen ohne geistliche Leitung.
- Sie verliessen sich auf ihr Denken oder
vielmehr auf Einflüsse, denen sie unterlagen, und sie vergeudeten ohne Nutzen und ohne
Weisheit das Leben.

 | Aus dem Buch "Aussprüche zur geistigen Erbauung"
zweiter Teil 1989 |
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